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Airspotter-Magazin.de - Arctic Tiger Meet 2012

Arctic Tiger Meet 2012

Eine der bekanntesten Hochwertübungen europäischer Luftwaffen, sollte 2012 auf der portugiesischen Luftwaffenbasis Monte Real stattfinden. Im September 2011 musste Portugal aufgrund der sich zuspitzenden Wirtschaftskrise und den damit verbundenen knappen Kassen, das Nato Tiger Meet aber absagen. In der Geschichte der seit 1961 stattfindenden Übung war dieses schon drei Mal vorgekommen und alle waren überrascht und froh, dass der Gastgeber von 2007 diese auch 2012 wieder ausrichten würde.

Daher wurde das Nato Tiger Meet 2012 wieder zum Arctic Tiger Meet, welches auf der norwegischen Halbinsel Ørland und dem dortigen AWACS-Stützpunkt der NATO durchgeführt wurde. Gastgeber war die hier beheimatete 338 Squadron der königlich norwegischen Luftwaffe. Der 1941-44 von den deutschen Besatzern gebaute Flughafen, befindet sich an der Mündung des Trondheimsfjords am Nordmeer und war der Ausgangspunkt anspruchsvoller Missionen der teilnehmenden Luftfahrzeugbesatzungen und deren Technikern aus 16 Nationen.

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Dafür, dass in der Zeit vom 29. Mai bis zum 8. Juni alles wie geplant verlief, war eine Planungscrew von 35 Mann verantwortlich. Neben der Planung und Auswertung aller Übungen, war die Crew ebenfalls verantwortlich für die Unterkunft und Logistik der angereisten 650 Teilnehmer, die auf dem Stützpunkt und in unmittelbarer Nähe untergebracht waren.

60 Luftfahrtzeuge bestehend aus Jäger, Jagdbomber, Aufklärer, SEAD-Kräfte (Suppression of Enemy Air Defences), Elektronische Störer, CSAR-Helikopter (Combat Search and Rescue), NATO-Frühwarnflugzeuge vom Typ E-3A AWACS und Tankerflugzeuge Boeing KC-135, flogen in zwei Wellen pro Tag insgesamt bis zu 500 Einsätze über den gesamten Übungszeitraum verteilt. Die teilnehmenden Luftfahrtzeuge kamen von 11 Tiger Staffeln und 5 anderen fliegenden Einheiten. Überdies waren auch mehrere Einheiten der norwegischen Streitkräfte mit bodengestützter Luftabwehr (NASAMS - Norwegian Advanced Surface to Air Missile System) und ein französisches Flugabwehrsystem Crotale der EMSA (Escadron de Missiles Sol-Air) 01/950 aus Istres in Süd-Frankreich vertreten. Diese Einheiten waren verteilt auf einem mehrere hundert Quadratkilometer großen Arial um für möglichst reale Einsatzszenarien zu sorgen.

Arctic Tiger Meet 2012 Galerie 2

Vor jedem Start einer Mission waren umfangreiche Planungen von Nöten. Diese begannen in der Regel 24 Stunden vor dem Abheben des ersten Luftfahrzeuges und endeten mit der Landung des Letzten. In den Planungen ging es um die Routenführung, Luftbetankung, eingeplanten Warteschleifen und vor allem der Abstimmung, wer sich zu welchem Zeitpunkt wann und wo befinden musste. Hier wurde minutiös geplant, selbst der Zeitpunkt wann welches Luftfahrtzeug aus seiner Parkposition über den Taxiway hin zur Runway rollt um garantieren zu können, dass jedes Luftfahrzeug zum richtigen Zeitpunkt den zugewiesenen Luftraum erreichte. Sicherheit wurde hier an erste Stelle gesetzt und dieses war auch von größter Bedeutung, wenn bis zu 30 Flugzeuge und mehrere Helikopter in einem Zeitfenster von bis zu 45 Minuten, sich im Landeanflug auf den Stützpunkt befanden.

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Was waren die eigentlichen Ziele der Missionen? Neben den klassischen Aufgaben der Aufklärung und Bekämpfung von gegnerischen Boden- Luftabwehrstellungen und deren Radaranlagen, der Zerstörung von Infrastruktur und dem freihalten des Luftraumes von feindlichen Luftstreitkräfte, war